“Netzsperren” – Meinungsbild an der HHN widerspricht den offiziellen Umfragen
Im vergangenen Semester (WS 09/10) konnten Studierende (IBIS) im Fach Market Reserach ein interessantes Meinungsbild der Stdueirenden der Hochschule Heilbronn zum Thema “Internetsperren- Pro & Contra” generieren. Die Umfrage wurde online durchgeführt und in kürzester Zeit konnten knapp 500 Antworten über einige Fachbereiche hinweg generiert werden. Grundsätzlich haben mit 66% mehr männliche Studierende als weibliche an der Umfrage teilgenommen und der FAchbereich W2 war am stärksten vertreten (dies kann technische Gründe der Verteilung über die Mailinglisten haben). Von den anderen Fachbereichen war T1 (Technik) am stärksten vertreten, was sicherlich auf das Thema zurückzuführen ist.
Die Befragten waren im Alter zwischen 22 und 25 Jahren und beurteilten die Internetnutzung zur Informationsbeschaffung mit 65% als “sehr wichtig”. INsgesamt gaben 42% der Befragten an zwischen 3 und 5 Stunden täglich online zu sein. Über das THema INternetsperren fühlen sich 52% der Befragten “nicht gut informiert”.
Kurios ist, dass die Mehrheit der Befragten (53%) zustimmt, dass im Internet jegliche Information frei zugänglich sein sollte und immerhin noch knapp 37% der Befragten “für” Internetsperren (auch als sinnvolle Maßnahme zur Bekämpfung von Kinderpornographie) aussprechen.
Bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein deutlicheres Bild, die Damen sind eher für “Sperren” und oder “Löschung” von kriminellen Inhalten, während die männlichen Teilnehmer eher für freien Informationszugang plädieren. Interessant ist, dass die Studierenden des Fachbereichs T1 (Technik) mit 66% gegen Intersperren votieren und die Studierenden von T2 lehnen Internetsperren zu 55% ab, während die IT-Studierenden mit 73% gegen Internetsperren votieren.
Hier zeigt sich ein klares Bild, dass die Informationslage, um was es genau beim “Zugangserschwerungsgesetz” geht sehr entscheidend ist und das Meinungsbild prägt. Die eher technsich geprägten Studiengänge können auf ein tieferes Verständnis des Themas zurückgreifen und haben daher auch mehrheitlich anders abgestimmt.
Insgesamt spricht sich die Mehrheit der Studierenden gegen Internetsperren aus, was deutlich den Umfragen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Freuen, Jugend sowie einer Umfrage der Kindernothilfe und MOGis und der Bundestagsabstimmung (in allen Befragungen wurden deutliche Mehrheiten für die Internetsperren veröffentlich)widerspricht.
Einen interessanten Artikel zur “Symbolpolitik” im ZUsammenhang mit dem Zugangserschwerungsgesetz erschien heute in der ZEIT online.
Bei Interesse an Details zur Befragung, kann man sich an den Fachbereich W2 wenden.
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